Belege aus Sonthofen von 1945 - 1953

 
Brief von Sonthofen nach Hamburg.
Aufgegeben am 15.4.1945 in Sonthofen noch unter dem Regime des Dritten Reiches. Der Brief geriet in den Wirren der letzen Kriegstage in die Hände der Alliierten Streitkräfte. Dieser wurde von dem Militärischen Zensor für zivile Briefe geöffnet und zensiert. Daraufhin wurde der Brief durch einen Kleber links verschlossen und mit dem Zensurstempel versehen. Ausgeliefert wurde der Brief in Hamburg durch die Übergangspostverwaltung die von den Alliierten Besatzern geschaffen wurde.

Brief von Sonthofen nach Memmigen am 16.08.1945.
Bisher frühst bekannter Brief dieser Art nach dem 2. Weltkrieg.
Ohne Briefmarke. Die Aufgabe erfolgte über das Postamt Sonthofen mit einem Stempel "Gebühr bezahlt".
Diese Barfrankatur war kurz nach dem 2. Weltkrieg in Ermangelung von Briefmarken nicht unüblich.

Brief von Sonthofen nach Memmigen am 17.08.1945.
Ohne Briefmarke. Die Aufgabe erfolgte über das Postamt Sonthofen mit einem Stempel "Gebühr bezahlt".

Einschreibebrief von Sonthofen nach München am 17.10.1945.
Ohne Briefmarke. Die Aufgabe erfolgte über das Postamt Sonthofen mit einem Stempel "Gebühr bezahlt".
Einlieferungsschein für eine Postanweisung über 235,75 Reichsmark am 8. November 1945 von Sonthofen nach Tittmoining bei München.
Gestempelt mit einem nachverwendeter Stempel aus Zeiten des Königreich Bayern.
Dieser Stempel war offiziell nur bis 1924 im Einsatz.
Von 1945 bis 1950 taucht er plötzlich auf Einlieferungsscheinen gestempelt im Postamt Sonthofen wieder auf.


Brief von Sonthofen nach Immenstadt.
Von der Genossenschaftsbank Sonthofen an das Allgäuer Anzeigeblatt. Ohne Briefmarke. Die Aufgabe erfolgte über das Postamt Sonthofen mit einem Stempel "Gebühr bezahlt".
Diese Barfrankatur war kurz nach dem 2. Weltkrieg in Ermangelung von Briefmarken nicht unüblich.

Brief vom Landrat des Kreises Sonthofen
an den Polizeipräsidenten in Köln.
Stempel mit durchgehender Stempelbrücke vom 2.11.1945.
Ohne Briefmarke, jedoch mit Stempel "Gebühr bezahlt".
Alte Briefumschläge wurden aufgebraucht. Das Hakenkreuz wurde dazu überklebt. Der Kleber ging jedoch verloren.

Einschreibebrief von Sonthofen nach Bad Nauheim.
Stempel mit Stempelbrücke vom 31.12.1945 mit Un "f".
Ohne Briefmarke, jedoch mit Stempel "Gebühr bezahlt" und das Porto "42" Pfennig handschriftlich hinzugefügt.
Geöffnet durch den "Military Censorship - Civil Mails" der US Army. Verschlossen mit Bandarolle und Öffnung durch Zensurstempel bestätigt.
Zugestellt in Bad Nauheim am 17.1.1946.

Einschreibebrief vom 22.1.1946 von Sonthofen nach Oberstdorf.
Stempel mit durchgehender Stempelbrücke wie er
schon zu Zeiten des "Dritten Reiches" verwand wurde.

Brief vom 04.06.1946 vom Landrat des Kreises Sonthofen, Straßenverkehrsstelle
nach Immenstadt. Es wurde ein Umschlag mit Hakenkreuz verwand. Das Hakenkreuz wurde zwar übermalt, ist jedoch noch gut zu erkennen.

Brief vom 25.10.1946 vom Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung
Außenstelle Sonthofen nach Immenstadt.

Brief vom 21.11.1946 vom Landrat Sonthofen, Besatzungsamt nach Immenstadt.

Brief der berühmten Sonthofer Fotografin Lala Aufsberg, am 14.3.1947 nach London. Der Brief wurde zensiert und konnte in London nicht zugestellt werden. Er wurde nach Sonthofen zurückgeschickt.
Interessant ist, dass der Brief in London mit einem Maschinenwerbestempel der "Industriemesse London 1947" erneut gestempelt wurde.

Brief als portopflichtige Dienstsache am 20.06.1947 vom Landrat des Kreises Sonthofen
nach Immenstadt. Der wurde der Brief nicht frankiert, so dass eine Nachgebühr von
24 Pfennig erhoben wurde.

Brief vom 17.2.1947 von Sonthofen in das Internierungslager Moosburg.
Poststempel mit durchgehender Stempelbrücke wie er
schon zu Zeiten des "Dritten Reiches" verwand wurde.
Nach Ankunft im Internierungslager wurde der Brief von der Lagerzensurstelle geöffnet, zensiert und mit einem Zensurstempel versehen. Die zensierende Person musste Ihr Namenszeichen und das Zensurdatum (21.2.) zusätzlich auf dem Brief vermerken.

Behelfs-Postkarte der Regional Post Direktion München.
Von Sonthofen an das Finanzamt in Immenstadt.
Stempel mit durchgehender Stempelbrücke vom 18.3.1946.
Dieser Stempel fand schon zu Zeiten des dritten Reiches Verwendung.
Zum Druckvermerk "6 Reichspfennig - Gebühr bezahlt" wurde eine
Briefmarke zu 6 Pfennig aufgeklebt.
Dies wurde erforderlich da die Alliierten am 01.03.1946 die Postgebühren verdoppelt hatten.

Brief von Sonthofen an die Hanfwerke in Immenstadt. Aufgegeben am 14.5.1946 als gebührenfreie Dienstpost des "Office of Military Government for Landkreis Sonthofen". Gestempelt mit einem Stempel des "Military Government - Allied Expeditionary Forces" und einem Poststempel des Postamt Sonthofen.

Behelfs-Postkarte der Regional Post Direktion München.
Von Sonthofen nach Augsburg.
Stempel mit durchgehender Stempelbrücke vom 14.6.1946.
Dieser Stempel fand schon zu Zeiten des dritten Reiches Verwendung.
Trotz des Druckvermerks "6 Reichspfennig - Gebühr bezahlt" wurde ein zusätzlicher Stempel "Gebühr bezahlt" gestempelt. Dieser war der Nachweis für die Zuzahlung von 6 Pfennigen. Dies wurde erforderlich da die Alliierten am 01.03.1946 die Postgebühren verdoppelt hatten.

Brief von Sonthofen nach Altoona, USA.
Stempel mit Stempelbrücke und unten im Kreis den Buchstaben "d" vom 28.6.1947.
Dieser Stempel fand schon zu Zeiten des dritten Reiches Verwendung.
Der Brief wurde am 30.6.1947 in München durch
"US CIVIL CENSORSHIP" zu Zensurgründen geöffnet.
Die Zensur wird durch den roten Maschinenstempel der Behörde dokumentiert.

Einschreibebrief von Sonthofen nach Immenstadt.
Stempel mit Stempelbrücke und unten im Kreis den Buchstaben "d" vom 21.8.1947.
Dieser Stempel fand schon zu Zeiten des dritten Reiches Verwendung.

Faltbrief des Marktgemeinderates von Sonthofen nach Altstädten.
Versand am 12.5.1948.
Dieser Stempel fand schon zu Zeiten des dritten Reiches Verwendung.

Einschreibebrief am 13.05.1948 von Sonthofen nach München. Der Einschreibevermerk wurde rot aufgestempelt. Die Einschreibenummer wurde mit einem Nummernstempel in den Einschreibevermerk gestempelt.

Paketkarte für ein Paket von Sonthofen nach Urlau. Versand am 18.1.1949.
Frankiert mit 80 Pfennig und der 2 Pfennig Berlin Notopfersteuermarke.

Brief von Sonthofen nach Linz/Österreich. Versand am 28.2.1949.
Frankiert mit 50 Pfennig als Auslandsbrief und der 2 Pfennig Berlin Notopfersteuermarke.

Einschreibebrief von Sonthofen nach Stuttgart-Cannstatt.
Stempel mit Stempelbrücke und unten im Kreis den Buchstaben "d" vom 28.11.1951.

Brief der US-Army APO 178-A, München am 3. September 1953 an das Bestazungkostenamt in Sonthofen.
Vorne ein Eingangsstempel des HEADQUATERS der "SONTHOFEN MIL.SUB.POST".